Kunde
Ludwig Boltzmann Gesellschaft GmbH


Leistungen

  • Developing New Solutions: Crowdsourcing

Link

www.lbg.ac.at

Health Sciences: Wo liegt der Forschungsbedarf der Zukunft?

Ausgangslage

BürgerInnen erwarten sich, dass die Wissenschaft einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme liefert. Doch wie kann man einen fokussierten, hochwertigen Dialog ermöglichen, aus dem Wissenschaftler lernen, wo in der Praxis der Schuh drückt, für welche Probleme sie also intensiver nach neuen Lösungen suchen sollten?

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft, ein unabhängiger österreichischer Forschungsinkubator mit 600 MitarbeiterInnen vor allem in den Health Sciences, stellte sich genau diese Frage. Sie wollte insbesondere für den unterforschten Bereich der psychischen Erkrankungen detaillierten Input aus der Gesellschaft. Schließlich erkrankt jede 5. BürgerIn im Laufe ihres Lebens psychisch. Trotz dieser hohen Zahl an Erkrankungen ist noch vieles unerforscht.

Lösung von winnovation

  • Gemeinsam mit der Ludwig Boltzmann Gesellschaft entwickelte winnovation ein maßgeschneidertes Problem-Crowdsourcing – denn man kann nicht nur Ideen aus der Crowd holen, sondern mittels Crowdsourcing auch sehr gut Problemlagen identifizieren.
  • Dabei wurde nicht nur die Kernfrage genau definiert und getestet, die der Bevölkerung gestellt werden sollte. Diese wurde zudem in Subfragen zerlegt, um Betroffene direkt ansprechen zu können – PatientInnen genauso wie Familienangehörige, PflegerInnen, ÄrztInnen und TherapeutInnen.
  • winnovation designte den gesamten Crowdsourcing-Prozess und begleitete seine Umsetzung in fachlicher Hinsicht, bis hin zur Analyse und Auswertung der eingereichten Beiträge.

Ergebnis

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft war überrascht, trotz des Tabu-Themas psychische Erkrankungen beinahe 400 Beiträge von Betroffenen, Angehörigen und ExpertInnen zu erhalten und diese überwiegend in sehr hoher Qualität. Die Beiträge enthalten wichtige Hinweise, wo die Forschung ansetzen soll und welche Fragestellung für psychisch Erkrankte, ihr Umfeld und ExpertInnen wirklich relevant sind.

Alle Beiträge wurden von winnovation und FachexpertInnen für psychische Erkrankungen analysiert und die wichtigsten „Problemfelder“ identifiziert und kategorisiert.

Diese werden in einem Crowdvoting und durch eine Fachjury bewertet und ab Ende 2015 der Bevölkerung und der Forschung vorgestellt. Ziel ist es, neue Forschungsprojekte mit neuen, für die Gesellschaft hoch relevanten Fragestellungen zu initiieren.