LBG-Center für Open Innovation in der Wissenschaft: winnovation ist strategischer Partner

AUTORIN: Brigitte  Ömer-Rieder

Open Innovation in der Wissenschaft bedeutet die Öffnung des wissenschaftlichen Arbeitsprozesses, indem unübliche InnovationsakteurInnen, wie z.B. die Zivilgesellschaft, User oder Crowds, eingebunden werden. Diese offene Arbeitsweise mit einem intensiven Austausch unter heterogenen Gruppen birgt ein großes Chancenpotential. Nicht nur die Wissenschaft selbst profitiert von den Ideen und der Kreativität von außen. Vor allem wird die Wissenschaft näher an die gesellschaftlichen Bedürfnisse angebunden und die praktische Verwertbarkeit der Ergebnisse viel wahrscheinlicher. Genau mit diesem Anspruch sehen sich WissenschafterInnen heute mehr denn je konfrontiert.

Doch wie funktioniert Open Innovation in der Wissenschaft konkret? Wie können Open Innovation Prinzipien in den wissenschaftlichen Erkenntnisprozess integriert werden? Welche Methoden sind an welchen Stellen des Forschungsprozesses am zielführendsten? Wie schafft man es, die Qualität von Forschungsleistungen im Sinne von Impact und Neuheit zu erhöhen? Diese Fragen wird das neu gegründete „Open Innovation in Science Research and Competence Center“ (OIS Center) der Ludwig-Boltzmann-Gesellschaft (LBG) bearbeiten. Es ist europaweit eine einzigartige Einrichtung. Die Aufgaben des Centers sind Forschung zum Thema OIS sowie die Entwicklung von Methoden, Trainings und Services für die Wissenschaft und Gesellschaft. Am 11. Oktober wurden die beiden Leiterinnen Dr. Lucia Malfent (Ludwig-Boltzmann-Gesellschaft, operative Leitung) und Prof. Dr. Marion Poetz (Department of Innovation and Organizational Economics der Copenhagen Business School, wissenschaftliche Leitung) vorgestellt.

v.l.n.r.: Dr. Lucia Malfent und Prof. Dr. Marion Poetz sind die Leiterinnen des neuen OIS Centers (© LBG/APA-Fotoservice/Roßboth)

winnovation wird die Arbeit des OIS Centers als strategischer Partner unterstützen und damit die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Ludwig Boltzmann Gesellschaft in den letzten Jahren fortsetzen. Grundlage dafür sind die Erfahrungen aus zwei Pilotprojekten, nämlich „Crowdsourcing Research Questions in Science“ (kurz: CRIS) und „Lab for Open Innovation in Science“ (kurz: LOIS) Diese beiden Projekte haben das enorme Potential von Open Innovation für die Wissenschaft klar aufgezeigt.

Als strategischer Partner möchte winnovation die Anwendung von Open Innovation auf den Wissenschaftsbereich unterstützen und dafür sein Praxis-Know How aus zahlreichen Projekten zur Verfügung stellen. Denn eines steht fest: Open Innovation ist mittlerweile in der Wirtschaft und in den Unternehmen verbreitet und bekannt, in der Wissenschaft hingegen kaum. Hier steht der Such- und Erkenntnisprozess, wie die Qualität von Forschungsleistungen mittels Open Innovation-Prinzipien und -Methoden gehoben werden kann, erst am Anfang.