Ländliche Räume werden zukunftsfit durch maß-geschneiderte Open Innovation

AUTORIN: Astrid Bonk

Ländliche Räume haben für Österreich eine große Bedeutung: Außer in und um Wien gibt es keine urbanen Räume, sondern ländliche Gebiete oder Mischformen. Aufgrund der Ausdehnung der Alpen sind nur 40% der Landesfläche besiedelbar. Bewohner wie Besucher nutzen deshalb intensiv die Lebens-, Wirtschafts-, Arbeits-, Natur-, Kultur- und Erholungsräume am Land.

Diese sind gleichzeitig enorm herausgefordert: Abwanderung (vor allem von jungen Frauen), Alterung, Klimawandel, um nur einige der Herausforderungen zu nennen, setzen Gemeinden, Bewohner und Betriebe unter Druck, neue Lösungen zu entwickeln. Deshalb ist der Themenbereich Innovation ein Schwerpunkt in der Arbeit des Netzwerks Zukunftsraum Land LE 14-20, das im Rahmen des Österreichischen Programms für ländliche Entwicklung beauftragt wurde, die unterschiedlichen Akteure in ländlichen Räume zu vernetzen und in ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen.

Im Netzwerk Zukunftsraum Land LE 14-20 wird der Fachbereich Innovation von winnovation unter der Leitung von Dr. Gertraud Leimüller betreut. Dabei wird besonders Wert darauf gelegt, Innovation durch die Anwendung von fortschrittlichen Open Innovation-Prinzipien in ländliche Räume zu bringen: „Wir nutzen moderne Open Innovation- und User Innovation-Methoden, um Menschen, die neue Lösungsansätze brauchen, mit solchen zu verbinden, die bereits Ideen haben. Digitale Instrumente erleichtern das enorm. Das gemeinsame Ziel ist eine Öffnung ländlicher Räume und die Schaffung neuartiger Querverbindungen, um Innovation möglich zu machen und neue Zukunftsräume am Land zu schaffen“, betont Leimüller.

Neben der Tätigkeit als Innovationsbroker in der Person von Johanna Stieblehner für die Verbindung von Menschen und Institutionen zu bestimmten Problemstellungen (siehe auch Blogbeitrag „Was tut eine InnovationsbrokerIn“ vom 07.12.2016 sowie Zukunftsraum Land), bringt winnovation seine Open Innovation-Expertise in viele Aktivitäten des Netzwerks Zukunftsraum Land ein. Ein aktuelles Beispiel ist der LE-Ideenpreis „Junge Ideen fürs Land“ , der am 12. Oktober im Rahmen der Jahreskonferenz 2016 des Netzwerk Zukunftsraum Land vorgestellt wurde.

Wie kann das Leben und Arbeiten auf dem Land entscheidend verbessert werden? Mit dieser zentralen Frage wendet sich das Crowdsourcing-Projekt an alle jungen Leute, die sich für ländliche Räume engagieren wollen und innovative Ansätze haben. Der von winnovation und NVS initiierte und umgesetzte Ideenwettbewerb stieß von Anfang an auf große Resonanz. Bis Ende Jänner 2017 können auf der Online-Plattform (www.ideenfuersland.at) innovative Ideen zur Lösung konkreter Problemstellung im ländlichen Raum gepostet werden. Danach geht es an die Auswahl und Belohnung der besten Ideen.