Europäisches Forum Alpbach 2016 – Energiewende: Die Macht der KonsumentInnen

AUTORIN: Magdalena Theurl

Zentral organisierte, fossile Energiequellen gehören bald der Vergangenheit an. Vermehrt regional erzeugte Energie, rasant sinkende Strompreise und der immer häufigere Einsatz von künstliche Intelligenz und Big Data-Technologien ebnen den Weg für dezentralisierte und erneuerbare Modelle der Energieerzeugung und -konsumation.

Der Energiemarkt von morgen ist bei weitem nicht mehr so simpel organisiert wie bisher. Aus konventionellen Märkten entstehen komplexe Dienstleistungsmärkte, welche von innovativen Start-ups geformt werden und zwar entlang der gesamten Wertschöpfungskette: Dienstleistungen, Prozesse und Businessmodelle von der Energieerzeugung bis zur deren Umwandlung, Lagerung, Distribution und Konsumation.

Diese Umbrüche am Energiemarkt führen zu einer drastischen Veränderung der bisherigen Positionen entlang der Wertschöpfungskette. Vor allem die Rolle der KonsumentInnen verändert sich und wird zunehmend wichtiger. KonsumentInnen sind mit ihren Bedürfnissen und Wertevorstellungen nicht zu unterschätzende Innovationsquellen: Sie haben oft sehr konkrete und visionäre Wünsche. Organisationen (Unternehmen, Regierungen und NGOs) wären gut beraten, das Wissen und die Wünsche der KonsumentInnen gezielt aufzunehmen, denn User-Innovationen erhöhen den Innovationserfolg und steigern die Marktakzeptanz für neue Lösungen am Energiemarkt.

Bei den Technologiegesprächen 2016 in Alpbach wird am Freitag, den 26. 08.2016, über das Thema Wandel am Energiemarkt und die zunehmende Macht der KonsumentInnen diskutiert. Dr. Gertraud Leimüller, Gründerin und CEO von winnovation, nimmt mit anderen ExpertInnen aus dem Energiebereich an einer Paneldiskussion zu diesem Thema teil. Ein detailliertes Programm zu dieser Panel-Diskussion finden Sie hier.